Der Lüftungswahnsinn

Ich glaube, jeder, der in einem Großraumbüro arbeitet, kennt die Probleme mit dem Lüften. Es gibt im Büro eine Gruppe, die auch bei Minusgraden kurzärmlig und kalte Cola schlürfend die Fenster aufreißt. Eine andere Gruppe hat auch bei 20 Grad Plus einen dicken Pullover an und wehrt sich gegen jeden Sauerstoffaustausch. Zu Groß wäre die Gefahr, sich aufgrund eines Luftzuges den Hals zu verziehen. Nach einem Mandantenbesuch fand ich nachfolgende Zettel an einer Fensterscheibe:

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Offensichtlich wird mittlerweile der Lüftungskrieg auch schon im Hausflur von Mehrfamilienhäusern ausgetragen. Wem das Zetteldurcheinander zu undurchsichtig ist, nachfolgend nochmals chronologisch:

Vorgeschichte:
Offensichtlich hat ein Mieter immer wieder ein Fenster geöffnet. Ein anderer Mieter scheint sich hieran zu stören.

1. Zettel oben rechts:
„Bitte lassen Sie das Fenster geschlossen. Es sind Minusgrade draußen und mittlerweile auch im Hausflur. Danke“

2. Zettel oben links:
1. Nachricht oben:
„Es stinkt, bitte lüften!“
2. Nachricht unten:
„Lüften geht aber anders!“

3 Zettel unten links:
„Dann lüften Sie bitte!“

Ich glaube, hier sind die Fronten verhärtet.

Rechtsanwalt Dietrich, Anwalt für Strafrecht aus Berlin-Kreuzberg

PS.: Vorsorglich teile ich mit, dass ich nicht in einem Großraumbüro arbeite

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2 Antworten

  1. Splendidus (1 comments) sagt:

    Im Treppenhaus mag der „Lüftungskrieg“ übertrieben sein. Aber in Großraumbüros sollte im Zweifel zugunsten einer niedrigeren Temperatur klimatisiert werden. Schließlich können sich die Frierenden, meist Frauen in einem Hauch von Nichts, ja wärmer anziehen. Wem zu warm ist, meist Männer mit Krawatte und Sakko, der kann sich schlecht in Unterwäsche an den Arbeitsplatz setzen.

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