Unter diesem zugegebenermaßen etwas reißerischen Titel berichtet die Wochenendausgabe des Berliner Abendblatts über die hauptstädtische Unfallstatistik des Jahres 2012. Danach hält die Kreuzung Bornholmer Straße/Ecke Schönhauser Allee bezogen auf Unfälle mit Personenschaden den traurigen Spitzenplatz mit 25 verunglückten Personen, knapp noch vor der Kreuzung am Frankfurter Tor. Wer diesen Knotenpunkt im nördlichen Prenzlauer Berg regelmäßig passieren darf, den dürfte dieses Ergebnis nicht sonderlich überraschen. Hier kreuzt, ausgenommen von Fahrgastschiffen, wirklich fast alles was der Berliner Stadtverkehr an Fortbewegungsmitteln und Teilnehmern zu bieten hat: Pkw, Lkw, Busse, U-Bahn, Straßenbahnen, Radfahrer, Fußgänger. Zudem sind sowohl die Schönhauser Allee als auch die Wisbyer/Bornholmer Straße als nach Richtung getrennt verlaufende mehrspurige Fahrbahnen angelegt. Die Schönhauser Allee schmiegt sich eng entlang des U-Bahn-Viadukts, die Wisbyer/Bornholmer Straße rahmt die grüne Gleisoase der Straßenbahn Richtung Wedding. Schon bei der (unrealistischen) Annahme des verkehrsgerechten Verhaltens aller Teilnehmer wird damit nicht nur jeder Versuch des Linksabbiegens im Kreuzungsbereich selbst für erfahrene Kraftfahrer zur Herausforderung, auch das Rechtsabbiegen ist durch die schwere Einsehbarkeit der Radwege durch bis an die Kreuzung heran parkende Autos ein schwer kalkulierbares Wagnis. Bereits seit geraumer Zeit soll dieser chronische Gefahrenpunkt entschärft werden, noch in diesem Sommer nun will der Bezirk gemeinsam mit der Unfallkommission des Senats die Kreuzung sicherer machen. Eine erste futuristische Neuerung ist denn auch schon zu bestaunen. Vor kurzem wurde an der Kreuzung eine neue Laser-Säule vom Typ PoliScan der Firma Vitronic installiert. Das Modell überwacht mit zwei Kameras jeweils drei Fahrspuren und erfasst nicht nur Rotlichtverstöße sondern auch Geschwindigkeitsüberschreitungen. Es bleibt zu hoffen, dass der neue digitale Rundum-Blitzer nicht nur die knappe Berliner Haushaltskasse auffüllt und den Punktestand im Verkehrszentralregister in Flensburg anwachsen lässt, sondern in erster Linie dazu beiträgt, die Verkehrssicherheit vor Ort zu erhöhen.

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