In Berlin hat man regelmäßig das Gefühl, dass die für Verkehrszeichen zuständigen Beamten nicht viel zu tun haben. Anders wäre das zunehmende Chaos von 30 km/h Schildern in der Stadt nicht zu erklären. Regelmäßig passiert man Hauptstraßen, wo es mit 50 km/h losgeht, dann kommt ein Schild 30 km/h wegen Nachtruhe, dann wieder 50 km/h, um dann wieder abgelöst zu werden für ein Schild 30 km/h wegen Kindern.

Nicht, dass ich etwas gegen Nachtruhe oder Kinder hätte, doch wenn sich der Kennzeichenwechsel innerhalb von einigen hundert Metern abspielt, dann ist diese Verkehrsführung nicht mehr zu verstehen.

Gestern musste ich dann zwei Mal hinschauen, als ich nachfolgendes Schild erblickte.

Ich glaube immer noch nicht meinen Augen. Als Autofahrer soll ich 30 km/h fahren, weil der Fußweg beschädigt ist. Mir fehlen die Worte!

Mir bleibt nur der Appel:

Manchmal ist weniger mehr!

Rechtsanwalt Steffen Dietrich, Verteidiger aus Berlin Kreuzberg