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Die Qual der Rechtsmittelwahl

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An der Richtigkeit des einen oder anderen Strafurteils kann man freilich zweifeln. Deshalb sieht die Strafprozessordnung die Möglichkeit vor, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Dazu zählen die Berufung und die Revision. Die Berufung führt im Ergebnis zu einer vollständigen Überprüfung des Urteils, die Revision nur zu einer Überprüfung auf Rechtsfehler. Weil aber von einem Angeklagten ohne juristische Fachkenntnisse nicht erwartet werden kann, dass er mit den Unterschieden von Berufung und Revision vertraut ist, besagt § 300 StPO klar und deutlich: „Ein Irrtum in der Bezeichnung des zulässigen Rechtsmittels ist unschädlich.“

Die Nichtbezeichnung des Rechtsmittels wurde nun aber einer Anwältin zum mehr oder weniger tragischen Verhängnis, die für ihren Mandanten beim Amtsgericht Tiergarten „Rechtsmittel“ eingelegt hatte. Dies geschah zwar rechtzeitig innerhalb einer Woche ab Urteilsverkündung, das Rechtsmittel wurde aber nicht weiter begründet. Erst einen Monat später, am letzten Tag der Revisionsbegründungsfrist, schickte die Anwältin zwei Seiten einer möglichen – nicht unterschriebenen – Revisionsbegründung an das Amtsgericht. Bereits am nächsten Tag erklärte sie jedoch, dieser Entwurf einer Revisionsschrift sei irrtümlich übersandt worden. Das Rechtsmittel wurde folglich vom zuständigen Landgericht Berlin als Berufung behandelt. Dagegen wendete sich die Anwältin mit einem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand bei gleichzeitiger Einlegung der Revision.

Das Kammergericht hat sich mit Beschluss vom 14.10.2015 – (4) 161 Ss 232/15 (199/15) und einem lesenswerten abschließenden obiter dictum dazu geäußert. Das Kammergericht stellt klar, dass das eingelegte Rechtsmittel seinem Wesen nach von Anfang an als Berufung zu behandeln war.  Zwar wäre der Übergang zur Revision möglich gewesen, dies jedoch nur innerhalb der Revisionsbegründungsfrist. Das ist vorliegend mangels vollständiger Revisionsbegründung aber nicht fristgerecht geschehen. Erst am Tag nach der „versehentlichen“ Übersendung des Entwurfs habe die Verteidigerin das Rechtsmittel erstmals als Revision bezeichnet. Zudem komme eine Wiedereinsetzung mit dem Ziel der Revisionswahl nicht in Betracht. Die Berufung stünde nun endgültig als Rechtsmittel fest, was zu einer umfänglichen Überprüfung des angefochtenen Urteils führe. Insofern bestehe auch kein Rechtsschutzbedürfnis des Angeklagten hinsichtlich einer angestrebten Revision.

Man sieht, dass bei der Wahl des Rechtsmittels doch einige Regeln einzuhalten sind, wenn man spezielle Wünsche an die Urteilsüberprüfung hat. Diese sollte man rechtzeitig äußern.

Rechtsanwalt Steffen Dietrich, Fachanwalt für Strafrecht in Berlin-Kreuzberg

Revision gegen Freispruch ist unzulässig

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Sieben Jahre war Gustl Mollath wohl zu Unrecht in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Im Jahr 2013 gelang ihm die Wiederaufnahme seines Strafverfahrens, an dessen Ende er schließlich freigesprochen wurde. Doch war das Landgericht Regensburg weiterhin davon überzeugt, dass Mollath eine gefährliche Körperverletzung begangen hatte. Das Gericht konnte sich nur nicht von der Schuldfähigkeit des Angeklagten überzeugen, sodass der Freispruch aus rechtlichen Gründen (§ 20 StGB) erfolgte.

Mollath gab sich aber mit dem vom Landgericht erneut festgestellten Sachverhalt nicht zufrieden und legte gegen das aus seiner Sicht immer noch fehlerhafte Urteil Revision ein. Daraus ergab sich die spannende Frage: Geht das? Kann man Revision gegen einen Freispruch im Wiederaufnahmeverfahren einlegen? Der Bundesgerichtshof hat das in seinem nun veröffentlichten Beschluss vom 14.10.2015 – 1 StR 56/15 verneint und die Revision des Gustl Mollath als unzulässig verworfen – allerdings mangels Beschwer.

Der BGH machte in seiner Begründung deutlich, dass die Revision gegen ein Urteil grundsätzlich nur dann zulässig ist, wenn der Angeklagte durch den Urteilstenor beschwert ist. Dies ist aufgrund des Freispruchs hier nicht der Fall, denn ein günstigeres Ergebnis als einen Freispruch kann man nicht erreichen. Ob sich der Angeklagte durch die Urteilsgründe dennoch beschwert sieht, kann insofern keine Rolle spielen. Denn lautet die Entscheidung des Gerichts auf „Freispruch“, so ist im konkreten Fall das Nichtbestehen eines staatlichen Strafanspruchs festgestellt und die Aufgabe der Strafrechtspflege somit erreicht. Der Angeklagte hat nach Auffassung des BGH keinen Anspruch darauf, aus einem bestimmten Grund freigesprochen zu werden.

Selbst wenn die tatsächlichen Feststellungen in den Urteilsgründen für den aus rechtlichen Gründen freigesprochenen Angeklagten ungünstig erscheinen, so hat er dies letztlich hinzunehmen. Diesbezüglich stellt der BGH noch einmal klar, dass gerade die Beurteilung der Schuldfähigkeit erst recht genaue Feststellungen zum Tatgeschehen erfordert.

Auch eine Ausnahme von diesem Grundsatz aus verfassungsrechtlichen Gründen lehnt der BGH für den vorliegenden Fall ab. Es seien keine derartig belastenden Ausführungen in dem Urteil des Landgerichts zu erkennen, die den Angeklagten in unerträglicher Weise in seinen Grundrechten verletzen würden. Ebenso sieht der BGH die Unzulässigkeit der Revision auch nicht im Widerspruch mit der Rechtsprechung des EGMR, insbesondere weil hier ein Freispruch aus (nur) rechtlichen Gründen vorliegt, die Urteilsgründe also durchaus die Überzeugung des Gerichts von der Täterschaft des Angeklagten enthalten können, ohne gegen die Unschuldsvermutung des Art. 6 EMRK zu verstoßen.

Angesichts dieser auf über zehn Seiten des Beschlusses dargelegten Gründe der Unzulässigkeit der Revision, erscheint es schon fast etwas provokant, wenn der BGH abschließend klarstellt: „All dies unbeschadet wäre die Revision des Angeklagten auch unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO.“

Veranstaltungshinweis: Im Gespräch mit Thomas Fischer am 19. Oktober 2015

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Am 19. Oktober 2015 ist „Deutschlands bekanntester Strafrichter“ Thomas Fischer im Gespräch mit Sabine Rückert (DIE ZEIT) und Jochen Wegner (ZEIT online). Fischer ist Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Bekannt ist er als Autor des Beck’schen Kurzkommentars zum StGB sowie zahlreicher – oft streitbarer – Beiträge über das Recht.

Fischers unkonventionelle Art polarisiert. Es gibt wohl keinen deutschen Juristen, der nicht von ihm gehört hat. Wer Fischer noch nicht kennt und sich für Rechtsfragen interessiert, sollte die Gelegenheit nutzen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung im Radialsystem V in Berlin.

Untersuchungshaft seit 5 Jahren und 9 Monaten – Aufhebung des Haftbefehls wegen überlanger Verfahrensdauer

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Die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Das dürfte wohl keinem von uns neu sein. Beim Lesen einer Entscheidung des Oberlandesgerichtes Köln bekommt dieses Sprichwort allerdings eine ganz andere Dimension. Denn bei einer andauernden Untersuchungshaft von etwa 5 Jahren und 9 Monaten kann von einem langsamen Mahlen der Justizmühlen keine Rede mehr sein. Vielmehr drängt sich hier nur noch der Begriff der überlangen Verfahrensdauer auf. Glücklicherweise hat das OLG Köln nun Gerechtigkeit walten lassen und den Haftbefehl gegen den Angeklagten aufgehoben.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Das Verfahren begann für den Angeklagten am 05.08.2009, als er von der Polizei vorläufig festgenommen wurde. Seitdem befand er sich aufgrund des Haftbefehls vom 06.08.2009 ununterbrochen in Untersuchungshaft. Die Hauptverhandlung vor der 4. Strafkammer des Schwurgerichts wurde im Juni 2010 mit einer Verurteilung des Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe beendet und die Haftdauer im Beschlusswege angeordnet. Gegen dieses Urteil legte der Beschuldigte Revision ein. Über diese entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Mai 2011 und hob das Urteil des Landgerichts wegen fehlerhafter Beweiswürdigung auf. Das Verfahren wurde an die 1. Strafkammer des Schwurgerichts zurückverwiesen. Diese Begann im Dezember 2011 eine neue Hauptverhandlung und verurteilte den Angeklagten im Juli 2012 erneut wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und erhielt den Haftbefehl aufrecht. Auch gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Revision ein, die wiederum beim BGH landete. Dieser hob das Urteil des Landgerichts im Juni 2014 wegen eines Verfahrensfehlers und Rechtsfehlern bei der Beweiswürdigung auf. Es folgte die Verweisung der Sache an eine andere Schwurgerichtskammer des Landgerichts. Ein Antrag des Angeklagten auf Aufhebung des Haftbefehls wurde vom BGH mit Hinweis auf seine Unzuständigkeit abgelehnt. Der Anwalt des Angeklagten beantragte daraufhin bei der nun zuständigen 11. Schwurgerichtskammer des Landgerichts den Haftbefehl aufzuheben. Zur Begründung wendete er sich sowohl gegen die Annahme eines dringenden Tatverdachts, als auch gegen die Haftgründe und machte insbesondere geltend, dass die weitere Aufrechterhaltung des Haftbefehls im Hinblick auf den Zeitablauf des Verfahrens unverhältnismäßig sei und gegen den Beschleunigungsgrundsatz in Haftsachen verstoßen würde.

Die zuständige Schwurgerichtskammer wies diesen Antrag jedoch mit der Begründung zurück, dass sich ein Verstoß gegen das Beschleunigungsgebot mit Rücksicht auf die Komplexität des Falles nicht allein aus der zeitlichen Dauer des Revisionsverfahrens ergebe. Zu berücksichtigen sei auch, dass das Verfahren im Übrigen stets mit der erforderlichen Sorgfalt gefördert worden sei. Außerdem kündigte die Schwurgerichtskammer den Beginn der dritten Hauptverhandlung für Januar 2015 an. Nachdem der Angeklagte erneut Beschwerde einlegte, der wiederum nicht abgeholfen wurde, musste das OLG Köln nun entscheiden.

Das OLG Köln hat die Untersuchungshaft nach diesem jahrelangen Prozedere mit seinem Beschluss vom 01.06.2015 – 2 Ws 299/15 aufgehoben. Die Begründung ist stichhaltig und man fragt sich, warum keines der Gerichte den Haftbefehl früher aufgehoben hat. Zwar sieht auch das OLG Köln die Voraussetzungen des dringenden Tatverdachts und den Haftgrund der Fluchtgefahr weiterhin als gegeben an. Allerdings sagt das OLG auch ganz deutlich, dass die Fortdauer der Untersuchungshaft wegen einer Verletzung des Beschleunigungsgebotes inzwischen nicht mehr verhältnismäßig ist. Dabei betont das OLG den vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Grundsatz, dass Verfahren, in denen sich ein Beteiligter in Untersuchungshaft befindet, von Beginn an und während der gesamten Dauer des Strafverfahrens mit besonderer Beschleunigung zu betreiben sind. Das Gewicht des Freiheitsanspruches verstärkt sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gegenüber dem Strafverfolgungsinteresse des Staates mit zunehmender Dauer der Untersuchungshaft. Dabei kann die Schwere der Tat allein bei erheblichen Verfahrensverzögerungen nicht zur Rechtfertigung einer ohnehin schon lang andauernden Untersuchungshaft herangezogen werden. Nach den Grundsätzen des Bundesverfassungsgerichts sind vielmehr die Komplexität des Verfahrens, die Anzahl der beteiligten Personen sowie das Verhalten der Verteidigung zu berücksichtigen.

Das OLG Köln beurteilt den Fall zwar als einen besonders aufwendigen und schwierigen Indizienprozess. Allerdings entspreche das Verfahren dem eines üblichen Schwurgerichtsverfahrens und sei lediglich gegen zwei Angeklagte gerichtet. Auch eine rechtskräftige Verurteilung sei trotz zweier erstinstanzlicher Entscheidungen des Landgerichts Bonn, die im Revisionsverfahren durch Entscheidungen des Bundesgerichtshofs jeweils aufgehoben worden sind, bislang nicht erfolgt. Dabei betonte das OLG Köln vor allem die ungewöhnlich lange Dauer des zweiten Revisionsverfahrens von 14 ½ Monaten sowie die Tatsache, dass ein erneuter Prozessbeginn von Januar auf August dieses Jahres verschoben wurde. Bei seiner Gesamtbetrachtung musste das OLG Köln aus den genannten Gründen eine Verletzung des Beschleunigungsgrundsatzes feststellen und die Untersuchungshaft aufheben.

Rechtsanwalt Steffen Dietrich, Fachanwalt für Strafrecht in Berlin-Kreuzberg

Wann ist ein Verzicht auf Rechtsmittel unwirksam?

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(Eine Darstellung der Entscheidung des BGH vom 24.2.2014 – 1 StR 40/14)

Manchmal sollte man sich nicht zu vorschnell für oder gegen etwas entscheiden. Vor allem wenn es um die Frage geht, ob man gegen ein ergangenes Urteil Rechtsmittel einlegt oder nicht. Grundsätzlich kommen dabei entweder die Berufung oder die Revision in Betracht, um das Urteil anzufechten. Erklärt man sich erst einmal dazu bereit, auf Rechtsmittel zu verzichten, so ist diese Entscheidung nahezu nicht mehr zu beseitigen.

Hätte der Angeklagte, um dessen Fall es in einem Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 24.2.2014 – 1 StR 40/14 ging, dies vorher gewusst, hätte er womöglich gründlicher überlegt. Stattdessen erklärte er gleich nach der Urteilsverkündung und nach ergangener Rechtsmittelbelehrung, dass er das Urteil akzeptiert und auf Rechtsmittel verzichtet. Auch seine Verteidiger gaben anschließend keine Erklärung ab. Der Angeklagte überlegte es sich nachher jedoch anders und legte gegen seine Verurteilung wegen Vergewaltigung, trotz seines eigentlichen Verzichts, Revision beim BGH ein.

Nach Ansicht des BGH war dies aufgrund des wirksamen Rechtsmittelverzichts nicht mehr möglich. Die Revision wurde als unwirksam erklärt und verworfen. Gründe, die ausnahmsweise zur Unwirksamkeit des sonst grundsätzlich unwiderruflichen Rechtsmittelverzichts führen können, sah der BGH nicht als gegeben, obwohl sich die Verteidiger in der Revisionsbegründung alle Mühe gemacht hatten, das Gericht eines besseren zu belehren. In seinem Beschluss führte der BGH einige Aspekte aus, die für und gegen einen unwirksamen Rechtsmittelverzicht sprechen können:

1) Nach § 302 Abs. 1 S.2 StPO ist ein Verzicht auf Rechtsmittel dann nicht zulässig, wenn dem Urteil eine Verständigung vorausgegangen ist. Dies gilt auch für informelle Verständigungen. Im zu entscheidenden Fall hatte keines von beidem stattgefunden.

2) Zudem hatte der Angeklagte vorgetragen, es handele sich lediglich um eine wütende Spontanäußerung. Der in emotionaler Aufgewühltheit erklärte Rechtsmittelverzicht ist allerdings nach Ausführungen des BGH ebenso wirksam, solange kein Fall der Verhandlungsunfähigkeit des Betroffenen vorliegt.

3) Auch das Argument des Angeklagten, er habe vor seiner Erklärung keine Rücksprache mit seinen Verteidigern gehalten, lief ins Leere. Nach gefestigter Rechtsprechung des BGH muss dem Angeklagten zwar regelmäßig Gelegenheit gegeben werden, sich mit seinem Verteidiger abzusprechen oder dieser muss die Möglichkeit haben, seinen Mandaten zu beraten. Dazu müsse aber, so das Gericht, zu erkennen gegeben werden, dass die Frage des Verzichts noch erörtert werden soll. Seien solche Umstände jedoch nicht ersichtlich, so sei der Rechtsmittelverzicht auch ohne Absprache zwischen Verteidiger und Mandant wirksam.

4) Überdies hinaus machte der Angeklagte geltend, dass ihm die Tragweite seiner Entscheidung nicht bewusst war, weil er kein Deutsch spricht. Nach Ausführungen des BGH ist jedoch die Sprachunkundigkeit eines Angeklagten immer dann unerheblich, wenn ein Dolmetscher anwesend ist und dem Angeklagten die Rechtsmittelbelehrung des Richters übersetzt wird. In diesen Fällen wisse der Angeklagte, dass er mit seiner Erklärung über die Frage einer Anfechtung des Urteils entscheiden könne. Da dem Angeklagten ein Dolmetscher zur Seite stand, kam auch dieser Unwirksamkeitsgrund nicht in Betracht.

5) Ferner sah das Gericht auch das Vorbringen des Angeklagten, seine Erklärung sei nicht vorgelesen und genehmigt worden, für die Wirksamkeit als unerheblich an. Vielmehr betreffe dieser Aspekt lediglich die Frage des Nachweises, nicht die Wirksamkeit des Verzichts an sich. Dies gelte insbesondere, wenn, wie im vorliegenden Fall, die Richtigkeit des Protokollvermerks von allen Beteiligten, einschließlich der Verteidigung, bestätigt und unterzeichnet wurde.
Der Rechtsmittelverzicht des Angeklagten war folglich wirksam. Damit ist auch das Urteil rechtskräftig und der Angeklagte hat die gegen ihn verhängte Freiheitsstrafe von 5 Jahren zu verbüßen.

Es lohnt sich also, zunächst einen kühlen Kopf zu bewahren und dann eine Entscheidung zu treffen.

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